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Montag, 24. Juni 2013
Nach langem, mal eine neue Geschichte..
myredtears, 20:59h
Leni sitzt im Bus.. den Kopf gegen das Fenster gelehnt, und Kopfhörern auf den Ohren. „Herz aus Holz“ dröhnt in ihre Ohren.. Die Landschaft zieht an ihr vorbei. Genau wie ihr Leben in den letzten Wochen. Immer hatte sie etwas zu tun, oder zu organisieren, immer im Stress. Es kam ihr vor als wäre ihr Leben wie ein Film vor ihr abgelaufen, und sie konnte ihn nicht anhalten. Nicht mal eine Pause machen. Doch nun sitzt sie im Bus auf dem Weg nach Hause. Eine tolle Abschlussfahrt geht zu Ende, und noch circa 13 Stunden Bus liegen vor ihr. Jetzt hat sie Zeit nachzudenken. Zeit sich wieder über das Leben und die Probleme klar zu werden. Aber auch Zeit um wieder zu grübeln, in Depressionen zu stürzen, die Panik wahrzunehmen.. Zeit sich wieder zu zerstören..
Was war in den letzten Tagen und Wochen alles passiert...?
Ein Streit mir Joelle, weil Leni Mist gebaut hat.. Sie wollte sterben.. Dieses Mal wollte sie es wirklich. Vom tiefsten Herzen wollte sie es.. Leni stand am Rande der Autobahn.. Sie wollte loslaufen, spüren wie ein Auto sie erwischt.. Doch sie könnte niemals sterben ohne das sie zum letzten Mal Joelles wunderschöne Stimme gehört hat.. Sie hat Joelle angerufen.. Sie hat ins Handy geweint und ihr gesagt, dass es ihr so unglaublich Leid tut.. Das sie ihr Versprechen halten wollte.. Das sie, sie so sehr liebt.. Leni wollte für Joelle weiter leben, bis es nicht mehr geht.. Und genau jetzt geht es nicht mehr. Dann legte Leni einfach auf.. Auf Anrufe von Joelle reagierte sie nicht.. Sie konnte nicht.. Weinend brach sie zusammen.. Warum ist sie so schwach? Warum sieht sie keinen anderen Ausweg mehr? Was hat sie so kaputt und eiskalt gemacht?
Plötzlich hört sie das Motorgeräusch eines Autos. Sie dreht sich um. Eine Freundin ihrer Mutter, bei der sie zuvor zum Essen war, steigt aus, klettert über den Zaun, nimmt Leni in den Arm.. Das braucht sie.. In den Arm genommen werden ist das einzige was sie öfter brauch.. Das einzige das ihr, außer dem Ritzen, zeigt 'Hey ich bin da. Ich bin jemand'.. Die Freundin bringt Leni zum Auto und dann zu sich nach Hause. Erst gegen 2 Uhr morgens läuft Leni nach Hause und meldet sich bei Joelle. Sie ist stinksauer, verständlicherweise..
Nach dieser Nacht meldet sich Joelle tagelang nicht.. Leni ist am Ende.. Es tut ihr so leid..
Dann ging es weiter.. An einem anderen Abend saß Leni alleine unter einer Brücke mit 9 Flachen Bier, und begann zu trinken.. Ein Bier nach dem anderen. Sie wollte vergessen... Den Streit vergessen, Joelle vergessen.. Ihre Panik vergessen.. Ihre Narben vergessen.. Doch dann erwischte sie sich dabei, wie sie geistesgegenwärtig eine Bierflasche zerschlug.. Sie griff nach einer der Scherben und setzte an.. direkt an ihrem Handgelenk.. Dort wo sie schon ein paar Mal geritzt hat. Direkt auf die Pulsader.. Sie drückte leicht und zog mit voller Kraft durch.. Sofort fing ihr Arm an zu bluten.. Sie wiederholte es noch einige Male an anderen Stellen auf ihrem Handgelenk.. Blut strömte aus den Wunden, und mit einem Mal fingen sie an, unerträglich stark zu brennen.. Tränen schossen in Lenis Augen.. Sie brauchte ein Taschentuch und etwas Wasser.. Zum Glück wohnt eine Freundin von Leni dort in der Nähe, da holte sie sich was sie brauchte.. Kurz danach setzte sie sich in den Bus und fuhr nach Hause..
Wenige Tage später saß Leni alleine zuhause.. Wieder einmal steckte sie in einer tiefen dunklen Depression.. Der Druck und die Panik in ihr drin waren unerträglich.. Sie hielt es nicht mehr aus.. Sofort griff sie zur Klinge... Ein Schnitt.. noch einer.. und noch viele weitere.. Sie sah auf ihren Arm.. 22 frische Wunden bluteten vor sich hin.. Leni brach in Tränen aus.. Was für ein Monster ist aus ihr geworden? Mittlerweile trägt sie 900 Narben mit sich herum.. Es ist die Hölle.. dabei hat es so harmlos angefangen.. mal einen Strich, mal ein Wort.. und jetzt?! Beide Oberschenkel sind übersät, genauso wie beide Arme.. Sie redet nicht und verletzt nicht die anderen, sondern ist still und verletzt sich selbst.. Tag für Tag.. Woche für Woche.. Monat für Monat.. Und es nimmt kein Ende..
Doch es gibt eine Person die ihr mehr hilft als alle anderen zusammen.. Es hört sich vielleicht strange an, aber es ist ihre Religionslehrerin.. Sie ist die einzige, die nicht böse oder enttäuscht ist wenn Leni sich wieder umbringen wollte oder sich geritzt hat.. Sie hört sich alles an.. Sie macht ihr Mut.. Sie möchte Leni helfen, wenn sie bei Organisationssachen Hilfe braucht.. Sie ist einfach da.. Leni kann ihr schreiben wann sie möchte.. Sie kann ihr, ihr ganzes Herz ausschütten.. Und sie hat ihr versprochen, sich 2 Wochen nicht zu ritzen.. Als 'Belohnung' bekommt sie eine Umarmung.. Es ist für Leni der größte Ansporn den es nur gibt.. Und sie hat es geschafft!! Sie hat es wirklich geschafft 2 Wochen gegen ihre Sucht anzukämpfen!
Auch wenn der Druck jetzt wieder unglaublich groß ist, sie am ganzen Körper zittert und ziemlich gereizt ist.. Sie muss es weiter schaffen.. Sie muss weiterhin dagegen ankämpfen.. und sie muss den Kampf gewinnen.. Für sich und ihr weiteres Leben..
So zum Schluss noch ein paar meiner Lieblingssprüche... :
Du sagst ich bin anders? Ich bin kaputt. Ich bin müde. Ich bin einsam. Ich bin verlassen. Ich bin ungewollt. Ich bin unverstanden. Ich bin ungeliebt und letztendlich bin ich innerlich tot. Aber ja, nennen wir es doch einfach 'anders'..
Ich stehe vor dem Spiegel, aber was seh ich da? Nichts. Nur Leere. Irgendeine Gestalt die einem Monster ähnelt. Ich will es kaputt schlagen, mich an den Scherben verletzen, vielleicht merke ich dann wer ich bin..
Sie sagte immer 'Ich bin nur müde.', alle meinten das sie mehr schlafen sollte, doch keiner verstand das sie müde vom Leben war. Lebensmüde. Gegen diese Müdigkeit hilft kein Schlaf..
Ich bin glücklich, weil ich lache?! Ist ein Hund der im Kuhstall zur Welt kommt, auch eine Kuh?..
Was war in den letzten Tagen und Wochen alles passiert...?
Ein Streit mir Joelle, weil Leni Mist gebaut hat.. Sie wollte sterben.. Dieses Mal wollte sie es wirklich. Vom tiefsten Herzen wollte sie es.. Leni stand am Rande der Autobahn.. Sie wollte loslaufen, spüren wie ein Auto sie erwischt.. Doch sie könnte niemals sterben ohne das sie zum letzten Mal Joelles wunderschöne Stimme gehört hat.. Sie hat Joelle angerufen.. Sie hat ins Handy geweint und ihr gesagt, dass es ihr so unglaublich Leid tut.. Das sie ihr Versprechen halten wollte.. Das sie, sie so sehr liebt.. Leni wollte für Joelle weiter leben, bis es nicht mehr geht.. Und genau jetzt geht es nicht mehr. Dann legte Leni einfach auf.. Auf Anrufe von Joelle reagierte sie nicht.. Sie konnte nicht.. Weinend brach sie zusammen.. Warum ist sie so schwach? Warum sieht sie keinen anderen Ausweg mehr? Was hat sie so kaputt und eiskalt gemacht?
Plötzlich hört sie das Motorgeräusch eines Autos. Sie dreht sich um. Eine Freundin ihrer Mutter, bei der sie zuvor zum Essen war, steigt aus, klettert über den Zaun, nimmt Leni in den Arm.. Das braucht sie.. In den Arm genommen werden ist das einzige was sie öfter brauch.. Das einzige das ihr, außer dem Ritzen, zeigt 'Hey ich bin da. Ich bin jemand'.. Die Freundin bringt Leni zum Auto und dann zu sich nach Hause. Erst gegen 2 Uhr morgens läuft Leni nach Hause und meldet sich bei Joelle. Sie ist stinksauer, verständlicherweise..
Nach dieser Nacht meldet sich Joelle tagelang nicht.. Leni ist am Ende.. Es tut ihr so leid..
Dann ging es weiter.. An einem anderen Abend saß Leni alleine unter einer Brücke mit 9 Flachen Bier, und begann zu trinken.. Ein Bier nach dem anderen. Sie wollte vergessen... Den Streit vergessen, Joelle vergessen.. Ihre Panik vergessen.. Ihre Narben vergessen.. Doch dann erwischte sie sich dabei, wie sie geistesgegenwärtig eine Bierflasche zerschlug.. Sie griff nach einer der Scherben und setzte an.. direkt an ihrem Handgelenk.. Dort wo sie schon ein paar Mal geritzt hat. Direkt auf die Pulsader.. Sie drückte leicht und zog mit voller Kraft durch.. Sofort fing ihr Arm an zu bluten.. Sie wiederholte es noch einige Male an anderen Stellen auf ihrem Handgelenk.. Blut strömte aus den Wunden, und mit einem Mal fingen sie an, unerträglich stark zu brennen.. Tränen schossen in Lenis Augen.. Sie brauchte ein Taschentuch und etwas Wasser.. Zum Glück wohnt eine Freundin von Leni dort in der Nähe, da holte sie sich was sie brauchte.. Kurz danach setzte sie sich in den Bus und fuhr nach Hause..
Wenige Tage später saß Leni alleine zuhause.. Wieder einmal steckte sie in einer tiefen dunklen Depression.. Der Druck und die Panik in ihr drin waren unerträglich.. Sie hielt es nicht mehr aus.. Sofort griff sie zur Klinge... Ein Schnitt.. noch einer.. und noch viele weitere.. Sie sah auf ihren Arm.. 22 frische Wunden bluteten vor sich hin.. Leni brach in Tränen aus.. Was für ein Monster ist aus ihr geworden? Mittlerweile trägt sie 900 Narben mit sich herum.. Es ist die Hölle.. dabei hat es so harmlos angefangen.. mal einen Strich, mal ein Wort.. und jetzt?! Beide Oberschenkel sind übersät, genauso wie beide Arme.. Sie redet nicht und verletzt nicht die anderen, sondern ist still und verletzt sich selbst.. Tag für Tag.. Woche für Woche.. Monat für Monat.. Und es nimmt kein Ende..
Doch es gibt eine Person die ihr mehr hilft als alle anderen zusammen.. Es hört sich vielleicht strange an, aber es ist ihre Religionslehrerin.. Sie ist die einzige, die nicht böse oder enttäuscht ist wenn Leni sich wieder umbringen wollte oder sich geritzt hat.. Sie hört sich alles an.. Sie macht ihr Mut.. Sie möchte Leni helfen, wenn sie bei Organisationssachen Hilfe braucht.. Sie ist einfach da.. Leni kann ihr schreiben wann sie möchte.. Sie kann ihr, ihr ganzes Herz ausschütten.. Und sie hat ihr versprochen, sich 2 Wochen nicht zu ritzen.. Als 'Belohnung' bekommt sie eine Umarmung.. Es ist für Leni der größte Ansporn den es nur gibt.. Und sie hat es geschafft!! Sie hat es wirklich geschafft 2 Wochen gegen ihre Sucht anzukämpfen!
Auch wenn der Druck jetzt wieder unglaublich groß ist, sie am ganzen Körper zittert und ziemlich gereizt ist.. Sie muss es weiter schaffen.. Sie muss weiterhin dagegen ankämpfen.. und sie muss den Kampf gewinnen.. Für sich und ihr weiteres Leben..
So zum Schluss noch ein paar meiner Lieblingssprüche... :
Du sagst ich bin anders? Ich bin kaputt. Ich bin müde. Ich bin einsam. Ich bin verlassen. Ich bin ungewollt. Ich bin unverstanden. Ich bin ungeliebt und letztendlich bin ich innerlich tot. Aber ja, nennen wir es doch einfach 'anders'..
Ich stehe vor dem Spiegel, aber was seh ich da? Nichts. Nur Leere. Irgendeine Gestalt die einem Monster ähnelt. Ich will es kaputt schlagen, mich an den Scherben verletzen, vielleicht merke ich dann wer ich bin..
Sie sagte immer 'Ich bin nur müde.', alle meinten das sie mehr schlafen sollte, doch keiner verstand das sie müde vom Leben war. Lebensmüde. Gegen diese Müdigkeit hilft kein Schlaf..
Ich bin glücklich, weil ich lache?! Ist ein Hund der im Kuhstall zur Welt kommt, auch eine Kuh?..
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Freitag, 7. Juni 2013
Ein gescheiterter Versuch...
myredtears, 19:51h
Was soll Leni nur machen? Sie ist so feige. Sie fühlt sich so schlecht, die Stimme in ihr schreit verächtlich 'Versager!'. Warum konnte sie diesem Mädchen, das einen ganzen besonderen Platz in ihrem Leben hat, nicht ins Gesicht sagen wie viel sie ihr bedeutet? Warum war sie nur so verdammt feige? Und warum antwortet ihr dieses Mädchen nicht mehr? Ist sie jetzt sauer? So viele Fragen schwirren in ihrem Kopf.. Sie hat sich ein E in die Brust geritzt. Dieses Mädchen wird für immer auf und in ihrem Herzen sein. Doch Leni hasst sich.. Sie hasst sich so sehr. Es war ihr Wunsch seit Wochen, diesem Mädchen zu sagen wie wichtig sie ihr ist und das niemand jemals ihren Platz in Lenis Herzen einnehmen wird.. Doch sie konnte es nicht.. Sie hätte angefangen zu weinen, und sie kann nicht vor anderen weinen. Und jetzt?!
Jetzt liegt sie in ihrem Bett.. Neben ihr die Packungen mit den Paracetamol- und Ibuprofen Tabletten und eine Flasche Wein..
Sie reißt die Packungen auf, öffnet die Weinflasche und fängt an die Tabletten zu essen als wären es Smarties.. Mit dem Rotwein spült sie die bitter schmeckenden Tabletten runter.. 5 Stück hat sie bereits geschluckt. Ihr wird schlecht doch sie versucht es zu unterdrücken. Sie schluckt immer weiter.. Ihr Handy klingelt, Joelle ruft an.. Sie geht sofort dran, vielleicht ist es das letzte mal das sie ihre wunderschöne Stimme hört.. Joelle merkt sofort das etwas nicht stimmt, Leni erklärt es ihr kurz. Plötzlich fängt Joelle unter Tränen an zu schreien „GEH SOFORT INS BAD!! FINGER IN DEN HALS!! HOL DIE TABLETTEN WIEDER AUS DIR RAUS!! SOFORT! ICH BRAUCHE DICH NOCH!! DU HAST VERSPROCHEN MICH NIEMALS ZU VERLASSEN!! ICH WILL ES HÖREN!!“
Leni ist sehr verunsichert.. Sie hält es in dieser Welt nicht mehr aus, aber Joelle hat recht. Sie hat es ihr hoch und heilig versprochen.. Leise wimmert sie „ich liebe dich, und ich werde dich niemals verlassen“. Leni lässt sich nach hinten in ihr Bett fallen und weint.. Plötzlich wird ihre Tür aufgerissen. Ein Freund der Familie, der auf Leni's Schwester aufpasst hat gehört das Leni weint. Er sieht die leere Tablettenschachtel, zieht sie am Arm von ihrem Bett, zerrt sie an den Haaren ins Bad und steckt ihr seinen Zeigefinger in den Hals.. Leni muss sich erbrechen.. Einmal. Noch ein zweites Mal.. Er läuft in die Küche und holt ein Glas warmes Wasser. Immer noch das Telefon mit Joelle am Ohr, trinkt sie das Glas leer. Wieder steckt er ihr seinen Finger in den Hals.. Wieder muss sie sich übergeben.. Nach 2 weiteren Malen, ist er sich sicher das keine gefährliche Menge der Tabletten noch in Lenis Magen ist..
Leni sackt in sich zusammen.. Ihr Magen tut weh und sie hat starkes Sodbrennen.. Joelle beruhigt sich auch langsam wieder.. Leni legt sich in ihr Bett und Joelle erzählt ihr von ihrem Tag bis Leni vor Erschöpfung einschläft.. Als sie aufwacht bekommt sie einen großen Schreck. Ist das wirklich alles passiert?! Sie sieht sich um. Kein Wein und keine Tabletten auf ihrem Bett zu sehen.. Langsam geht sie in die Küche, da sitzt der Freund.. Leni verspricht ihm so etwas nie wieder zu machen, im Gegenzug dafür verspricht er das er Lenis Mutter nichts davon erzählen wird.. Ohne ihn wäre sie jetzt nicht mehr am Leben..
Und dieser ganze Stress, einen Tag bevor sie ihre erste Abschlussprüfung schreibt, doch ohne ihn würde sie nie wieder etwas schreiben.. Ob sie sich morgen konzentrieren kann? Ob ihr Kopf wenigstens für 3 Stunden mal das macht, was sie möchte? Sie hofft es so sehr..
Jetzt liegt sie in ihrem Bett.. Neben ihr die Packungen mit den Paracetamol- und Ibuprofen Tabletten und eine Flasche Wein..
Sie reißt die Packungen auf, öffnet die Weinflasche und fängt an die Tabletten zu essen als wären es Smarties.. Mit dem Rotwein spült sie die bitter schmeckenden Tabletten runter.. 5 Stück hat sie bereits geschluckt. Ihr wird schlecht doch sie versucht es zu unterdrücken. Sie schluckt immer weiter.. Ihr Handy klingelt, Joelle ruft an.. Sie geht sofort dran, vielleicht ist es das letzte mal das sie ihre wunderschöne Stimme hört.. Joelle merkt sofort das etwas nicht stimmt, Leni erklärt es ihr kurz. Plötzlich fängt Joelle unter Tränen an zu schreien „GEH SOFORT INS BAD!! FINGER IN DEN HALS!! HOL DIE TABLETTEN WIEDER AUS DIR RAUS!! SOFORT! ICH BRAUCHE DICH NOCH!! DU HAST VERSPROCHEN MICH NIEMALS ZU VERLASSEN!! ICH WILL ES HÖREN!!“
Leni ist sehr verunsichert.. Sie hält es in dieser Welt nicht mehr aus, aber Joelle hat recht. Sie hat es ihr hoch und heilig versprochen.. Leise wimmert sie „ich liebe dich, und ich werde dich niemals verlassen“. Leni lässt sich nach hinten in ihr Bett fallen und weint.. Plötzlich wird ihre Tür aufgerissen. Ein Freund der Familie, der auf Leni's Schwester aufpasst hat gehört das Leni weint. Er sieht die leere Tablettenschachtel, zieht sie am Arm von ihrem Bett, zerrt sie an den Haaren ins Bad und steckt ihr seinen Zeigefinger in den Hals.. Leni muss sich erbrechen.. Einmal. Noch ein zweites Mal.. Er läuft in die Küche und holt ein Glas warmes Wasser. Immer noch das Telefon mit Joelle am Ohr, trinkt sie das Glas leer. Wieder steckt er ihr seinen Finger in den Hals.. Wieder muss sie sich übergeben.. Nach 2 weiteren Malen, ist er sich sicher das keine gefährliche Menge der Tabletten noch in Lenis Magen ist..
Leni sackt in sich zusammen.. Ihr Magen tut weh und sie hat starkes Sodbrennen.. Joelle beruhigt sich auch langsam wieder.. Leni legt sich in ihr Bett und Joelle erzählt ihr von ihrem Tag bis Leni vor Erschöpfung einschläft.. Als sie aufwacht bekommt sie einen großen Schreck. Ist das wirklich alles passiert?! Sie sieht sich um. Kein Wein und keine Tabletten auf ihrem Bett zu sehen.. Langsam geht sie in die Küche, da sitzt der Freund.. Leni verspricht ihm so etwas nie wieder zu machen, im Gegenzug dafür verspricht er das er Lenis Mutter nichts davon erzählen wird.. Ohne ihn wäre sie jetzt nicht mehr am Leben..
Und dieser ganze Stress, einen Tag bevor sie ihre erste Abschlussprüfung schreibt, doch ohne ihn würde sie nie wieder etwas schreiben.. Ob sie sich morgen konzentrieren kann? Ob ihr Kopf wenigstens für 3 Stunden mal das macht, was sie möchte? Sie hofft es so sehr..
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Donnerstag, 6. Juni 2013
Endlich einen Halt...
myredtears, 23:46h
Und wieder sieht es so aus, als würde Leni den Kampf gegen das Ritzen verlieren.
Ein Streit mit ihrer Mutter, das Wissen das ihre ehemalige große Liebe vergeben ist und ihre allgemein eher depressive Stimmung schwächen sie. Sie fühlt sich einsam und unverstanden.
Ihr einziger 'Freund' ist die Scherbe in ihrem Regal, doch sie ist auch ihr größter Feind. Leni weiß, dass nichts anderes sie jetzt befreien kann. Sie hat jetzt einen ganzen Monat ausgehalten, ohne sich zu verletzen. Soll sie das jetzt einfach so hinschmeißen?
Doch kaum hat sie diesen Gedanken zu Ende gebracht, erwischt sie sich dabei wie sie ihre Scherbe auch schon an ihrem Handgelenk ansetzt. Sie macht erst einen kleinen Schnitt, nur um ihr Schmerzempfinden und die Schärfe der Scherbe zu testen. Doch schon dieser circa 5cm lange Schnitt reicht aus, um Leni in ein tiefes Loch zu stürzen. Sie wird eingesogen von ihrer dunklen Stimmung, dem großen Wunsch ihr Leiden zu beenden. Sie setzt die Scherbe erneut an. Diesmal direkt auf ihre Pulsader. Sie drückt so fest, dass sie plötzlich merkt wie ihre Haut nachgibt und durchtrennt wird.
Ihr Handy klingelt. Jemand ruft sie an. Eigentlich könnte es ihr egal sein. Doch dann sieht sie den Namen ' Joelle <3 ' und das Bild dieses wunderschönen Mädchens, das ihr in ein paar Wochen so wichtig geworden ist, auf dem Display. Schnell zieht sie die Scherbe fast 10cm durch ihre Haut und geht dann ans Telefon. Während sie schon telefoniert holt sie sich schnell ein Taschentuch und drückt es auf ihren blutenden Arm. Sie hat ihre Pulsader zum Glück 'nur' angekratzt. Joelle kann Leni an diesem Abend noch gut ablenken und sie aus ihrem tiefen Loch befreien.
Es ist unglaublich, das man jemanden in ein paar Wochen so lieb gewinnen und ihm vertrauen kann. Endlich hat Leni jemanden gefunden, der ihr Herz aus der hintersten Ecke gekramt hat und sie immer wieder aus der Depression holt.
Leni ist so unfassbar dankbar dafür, und würde alles tun um Joelle nicht mehr zu verlieren.
Ein Streit mit ihrer Mutter, das Wissen das ihre ehemalige große Liebe vergeben ist und ihre allgemein eher depressive Stimmung schwächen sie. Sie fühlt sich einsam und unverstanden.
Ihr einziger 'Freund' ist die Scherbe in ihrem Regal, doch sie ist auch ihr größter Feind. Leni weiß, dass nichts anderes sie jetzt befreien kann. Sie hat jetzt einen ganzen Monat ausgehalten, ohne sich zu verletzen. Soll sie das jetzt einfach so hinschmeißen?
Doch kaum hat sie diesen Gedanken zu Ende gebracht, erwischt sie sich dabei wie sie ihre Scherbe auch schon an ihrem Handgelenk ansetzt. Sie macht erst einen kleinen Schnitt, nur um ihr Schmerzempfinden und die Schärfe der Scherbe zu testen. Doch schon dieser circa 5cm lange Schnitt reicht aus, um Leni in ein tiefes Loch zu stürzen. Sie wird eingesogen von ihrer dunklen Stimmung, dem großen Wunsch ihr Leiden zu beenden. Sie setzt die Scherbe erneut an. Diesmal direkt auf ihre Pulsader. Sie drückt so fest, dass sie plötzlich merkt wie ihre Haut nachgibt und durchtrennt wird.
Ihr Handy klingelt. Jemand ruft sie an. Eigentlich könnte es ihr egal sein. Doch dann sieht sie den Namen ' Joelle <3 ' und das Bild dieses wunderschönen Mädchens, das ihr in ein paar Wochen so wichtig geworden ist, auf dem Display. Schnell zieht sie die Scherbe fast 10cm durch ihre Haut und geht dann ans Telefon. Während sie schon telefoniert holt sie sich schnell ein Taschentuch und drückt es auf ihren blutenden Arm. Sie hat ihre Pulsader zum Glück 'nur' angekratzt. Joelle kann Leni an diesem Abend noch gut ablenken und sie aus ihrem tiefen Loch befreien.
Es ist unglaublich, das man jemanden in ein paar Wochen so lieb gewinnen und ihm vertrauen kann. Endlich hat Leni jemanden gefunden, der ihr Herz aus der hintersten Ecke gekramt hat und sie immer wieder aus der Depression holt.
Leni ist so unfassbar dankbar dafür, und würde alles tun um Joelle nicht mehr zu verlieren.
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