Sonntag, 10. August 2014
"Zuhause" oder besser, der Ort an dem sie wohnt..
Leni war jetzt 1 Woche lang bei ihren besten Freundinnen.. Es war traumhaft, wie immer.. Keine schlechte Laune, keine Anzeichen der Depressionen.. Alles war gut. Sie konnte mal wieder ihre Maske fallen lassen und so sein wie sie wirklich ist..
Und jetzt?
Jetzt sitzt sie wieder Zuhause und die schlechte Stimmung ist wieder da..
Zuhause.. wie heißt es so schön, "Home is, where the heart is".
Also ist der Ort wo sie jetzt ist, nicht ihr Zuhause.. Es ist der Ort an dem sie wohnt.. Zuhause ist bei ihren Freundinnen.. Dort geht es ihr gut..
Hier nicht.. sie hasst ihr Zimmer.. hasst die Wohnung.. hasst die Umgebung.. hasst, das sie das alles hasst..
Will am liebsten wieder zurück.. aber es geht nicht.. und genau deshalb ist sie den Tränen nahe.. denkt schon wieder an Selbstverletzung.. an ihr eigenes Blut.. die Schmerzen, die den Hass lindern können.. zumindest für eine kurze Zeit..
Sie will gar nicht an den nächsten Tag denken.. an die Arbeit..
(Wird Zeit das ihre Kollegin die Nachprüfung schafft.. dann geht Leni auch wieder gerne arbeiten.. )
Vermisst die unbeschwerte Zeit auch wenn es erst ein paar Stunden her ist..
Vermisst das Gefühl von Geborgenheit und Liebe..
Vermisst das Gefühl so sein zu können wie sie wirklich ist..
Sie will einfach nur zurück..
Unter Tränen lässt sie sich auf ihr Bett fallen..

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Sonntag, 13. Juli 2014
Kontrollverlust...
Sie hat es getan.. Nach 2 Monaten, ohne jegliches Bedürfnis, hat sie es wieder getan.. Sich geritzt....
Als sie Klebeband und eine Schere suchte, fiel Leni das alte Skalpell in die Hand, mit dem sie sich früher immer geritzt hatte.. und plötzlich war es als würde sie ihren Körper verlassen.. Wie ein Film lief es vor ihr ab.. Bilder von ihren aufgeritzten Armen und Beinen.. das Blut das floß.. und plötzlich hielt sie es einfach nicht mehr aus.. sie musste sich verletzen.. dieses Gefühl von Macht und Erleichterung spüren.. sich bluten sehen..
Doch schon kurze Zeit später bereut sie es.. möchte weinen vor Verzweiflung, doch sie hat nicht mal genug Kraft um zu weinen.. sie fühlt sich so machtlos.. hasst sich dafür, das sie sich von der Sucht so leiten lässt.. das die Sucht so sehr die Macht über Gedanken und Handlungen von Leni übernommen hat.. hat Angst.. Angst vor sich selbst.. Angst vor dem was noch kommt..
Die Schmerzen am Tag danach sind unerträglich.. bei jedem Schritt möchte sie einfach nur schreien.. schreien vor Schmerzen.. Kaum kommt etwas gegen ihre Wunden, schießen ihr Tränen in die Augen.. So starke Schmerzen hat sie.. aber sie ist selber schuld.. und genau deshalb hasst sie sich noch mehr.. Weil sie einfach die Kontrolle über ihr Leben verloren hat...

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Mittwoch, 2. Juli 2014
Dem ganzen ein Ende setzen...
Liebeskummer, Depressionen und dann auch noch Ärger in der Schule.. mal wieder hat es Leni voll erwischt.. und jetzt? Jetzt sitzt Leni im Zug in Richtung Schule und weint.. weint aus Verzweiflung.. weint weil sie das alles nicht mehr aushält.. weint zum ersten Mal seit Jahren in der Öffentlichkeit.. muss sich zusammenreißen nicht laut loszuschreien.. schluchzt vor sich hin.. kriegt kaum Luft... hat Angst vor einer ihrer Panikattacken.. sie kann heute nicht in die Schule gehen. Das schafft sie nicht... am Bahnhof angekommen kauft sie sich eine neue Fahrkarte und fährt wieder zurück. Auf der ganzen Fahrt denkt sie zum ersten Mal ernsthaft über Selbstmord nach.. was wohl am schnellsten geht? Was wohl am wenigsten wehtut? Pulsadern aufschneiden? Was wenn sie etwas falsch macht? Was müsste sie noch kaufen? Wo wäre der beste ort? Der beste zeitpunkt? So viele Fragen..
Das einzige was sie sicher weiß.. sie muss einen Abschiedsbrief schreiben.. da sie noch einige Zeit auf den nächsten bus warten muss, setzt sie sich auf eine Bank, zieht ihren Block aus ihrem Rucksack und beginnt zu schreiben.. sie schreibt alles auf was sie solange schon auf dem Herzen hat. Was sie niemandem erzählen kann.. und wieder weint sie.. sie liest sich die ersten Sätze noch einmal durch.. jetzt kann sie sich gar nicht mehr beruhigen.. als sie zuhause ist, lässt sie sich auf ihr Bett fallen.. Endlich kann sie schreien.. sich alles von der Seele schreien.. weinen.. weinen so laut sie will.. 2 Stunden lang.. dann kann sie nicht mehr.. es kommen keine tränen mehr.. sie hat keine stimme mehr.. sie schweigt.. starrt die decke an.. möchte auf der stelle sterben.. kurz danach schläft sie erschöpft ein.. aber der Gedanke, dem ganzen endlich ein Ende zu setzen, bleibt.....

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