Donnerstag, 9. März 2017
kurzes Update und ein wenig Gedanken-K*tze...
myredtears, 18:39h
So wie fange ich das an...
Einige Monate sind vergangen seit ich hier das letzte Mal etwas geschrieben habe..
In Leni's Leben ist einiges passiert, oder auch nicht... Kann man sehen wie man will...
Aber fangen wir von vorne an...
Leni wurde Mitte August aus der stationären Therapie entlassen.
Da es für sie unerträglich war ihr altes Zimmer zu betreten, bat sie ihre Schwester darum die Zimmer zu tauschen. Glücklicherweise stimmte sie zu und Leni konnte beginnen zu streichen. Sie war so voller Kraft und Motivation wie schon lange nicht mehr..
Leni malte sich ein wunderschönes Wandbild und nahm sich vor ein Bett aus Paletten für sich zu bauen (ist bis heute immer noch nicht passiert).
Dann Anfang Oktober ein Anruf.. Die Tagesklinik rief an um Leni zu sagen, dass sie in der nächsten Woche aufgenommen werden kann.
Panik und Verzweiflung machten sich breit. Eine Veränderung. Nicht wissen was sie erwartet. Eine schreckliche Vorstellung. Also wieder Selbstverletzung. Aber nur relativ wenig und sie schaffte es zu ihrem Aufnahmetermin.
8 Wochen Behandlung wurden angesetzt. Die Zeit in der Tagesklinik half Leni ungemein.
Am 20. Dezember wurde sie entlassen.
Soweit so gut.
Seit ca. 2 Wochen versinkt Leni wieder in einer schreckliche Depression. Trotz ambulanter Skills- Gruppe und Gesprächstherapie geht es ihr nicht besonders gut.
Selbstverletzungen gehören seit ein paar Tagen wieder zu ihrem Alltag.. deshalb jetzt auch noch ein wenig ungefilterte Gedanken-K*tze.. entschuldigt also, sollte es etwas verworren sein..
:
Und selbst nach gefühlt hundert Nachrichten haben die Menschen um mich herum, Menschen die ich von ganzem Herzen liebe, noch nicht verstanden das Sätze wie „sei aktiv, dann geht es dir besser“, „du musst wieder arbeiten, dann hast du wieder eine Aufgabe“ oder „tritt deinen Dämonen in den Hintern“ mich nicht weiterbringen.. wobei.. weiterbringen sie mich schon.. weiter runter in dieses unendlich tiefe schwarze loch.. weiter weg davon mit den Menschen darüber zu sprechen wie es mir wirklich geht… weiter rein in mein Gedankenkarussel… weiter rein in den druck zur selbstverletzung..
Selbstverletzung… hach ja… das leidige Thema Selbstverletzung…
Meint ihr wirklich das „Du hast es schon so lange ohne geschafft, bitte versau dir das nicht“, mir wirklich hilft, wenn der druck und der entzugsschmerz ins Unermessliche steigen… wisst ihr was dann hilft?
Ein stück Metall mit meinem Feuerzeug heiß machen und es auf meinen arm drücken.. spüren wie sich die haut zusammenzieht… den Geruch der verbrannten Haut riechen… die Brandnarben sehen die sich gebildet haben…
Die Klinge zu nehmen und sie mit etwas Druck über die Haut zu ziehen… spüren wie sie sanft ein paar Schnitte in die Haut zeichnet… das Blut fließen zu sehen… tiefrot und so voller Verzweiflung…
Aber davon möchte niemand etwas wissen… und warum nicht? Warum muss ich mir dann Sätze wie „du bist doch doof!“ oder „ warum denn schon wieder?!“ anhören?
Ich weiß ihr könnt es nicht verstehen.. niemand kann das… und wisst ihr was? Ich verstehe es, verdammt nochmal, auch nicht.. Ich verstehe auch nicht, warum ausgerechnet dieser Weg mein Weg geworden ist, um mit gewissen Dingen umzugehen.. aber ich weiß ganz genau was ihr nicht hören wollt… Nämlich das ich es gerne gemacht habe… die ganzen 5 Jahre in denen die Klinge und das Feuer meine, mehr oder weniger regelmäßigen, Begleiter waren… sie waren mir gute Begleiter… und ich hatte sie gerne an meiner Seite… und es ging mir danach immer nur schlecht weil ich eure und die Stimmen aller anderen Menschen im Kopf hatte die mir sagten „du darfst das nicht“, „das ist schädlich“ oder „das ist doch auch keine Lösung, jetzt geht es dir noch schlechter“…
Es ist nicht gesellschaftsfähig sich selbst zu verletzen… mit Narben herum zu laufen und sie offen zu zeigen, wenn sie nicht von einem Unfall oder einer Operation stammen…
Ich weiß, dass die Gefahr besteht immer mehr zu wollen… nicht mehr aufhören zu können… sich wirklich gefährliche Verletzungen zuzufügen… ich weiß das… aber mal angenommen es bleibt in einem Maße, welches nur Narben hinterlässt… kleine feine Narben die mit der Zeit verblassen… oder auch Narben die deutlich spürbar und auch sichtbar sind… Was soll mich dann langfristig schädigen? WAS?!
Und.. hatte ich recht? Ist es das gewesen was ihr nicht hören wollt?
Ihr fragt euch jetzt bestimmt : „Ist sie pro Selbstverletzung?“
Nein… bin ich nicht… und jedem der darüber nachdenkt, es aber noch nicht oder nur 1mal getan hat, dem sage ich: „Lass es! Halt dich fern von diesem Teufelskreis! Noch ist es nicht zu spät!“ Aber lasst mir doch bitte einfach meine Sicherheit… meinen Schutz vor mir und der Außenwelt… meine einzige Möglichkeit die Schmerzen meiner Seele loszuwerden… die Möglichkeit alle Sorgen, Ängste und Schmerzen für einen kurzen Moment los zu sein… bitte nehmt mir das nicht… für alle Außenstehende mag es wie ein Feind wirken, aber es ist mir in all der Zeit ein Freund geworden… ein Freund der als einziger da war wenn es mir wirklich schlecht ging… dem ich es „sagen“ konnte… und der mir es für einen kurzen Moment leichter machen konnte…
Einige Monate sind vergangen seit ich hier das letzte Mal etwas geschrieben habe..
In Leni's Leben ist einiges passiert, oder auch nicht... Kann man sehen wie man will...
Aber fangen wir von vorne an...
Leni wurde Mitte August aus der stationären Therapie entlassen.
Da es für sie unerträglich war ihr altes Zimmer zu betreten, bat sie ihre Schwester darum die Zimmer zu tauschen. Glücklicherweise stimmte sie zu und Leni konnte beginnen zu streichen. Sie war so voller Kraft und Motivation wie schon lange nicht mehr..
Leni malte sich ein wunderschönes Wandbild und nahm sich vor ein Bett aus Paletten für sich zu bauen (ist bis heute immer noch nicht passiert).
Dann Anfang Oktober ein Anruf.. Die Tagesklinik rief an um Leni zu sagen, dass sie in der nächsten Woche aufgenommen werden kann.
Panik und Verzweiflung machten sich breit. Eine Veränderung. Nicht wissen was sie erwartet. Eine schreckliche Vorstellung. Also wieder Selbstverletzung. Aber nur relativ wenig und sie schaffte es zu ihrem Aufnahmetermin.
8 Wochen Behandlung wurden angesetzt. Die Zeit in der Tagesklinik half Leni ungemein.
Am 20. Dezember wurde sie entlassen.
Soweit so gut.
Seit ca. 2 Wochen versinkt Leni wieder in einer schreckliche Depression. Trotz ambulanter Skills- Gruppe und Gesprächstherapie geht es ihr nicht besonders gut.
Selbstverletzungen gehören seit ein paar Tagen wieder zu ihrem Alltag.. deshalb jetzt auch noch ein wenig ungefilterte Gedanken-K*tze.. entschuldigt also, sollte es etwas verworren sein..
:
Und selbst nach gefühlt hundert Nachrichten haben die Menschen um mich herum, Menschen die ich von ganzem Herzen liebe, noch nicht verstanden das Sätze wie „sei aktiv, dann geht es dir besser“, „du musst wieder arbeiten, dann hast du wieder eine Aufgabe“ oder „tritt deinen Dämonen in den Hintern“ mich nicht weiterbringen.. wobei.. weiterbringen sie mich schon.. weiter runter in dieses unendlich tiefe schwarze loch.. weiter weg davon mit den Menschen darüber zu sprechen wie es mir wirklich geht… weiter rein in mein Gedankenkarussel… weiter rein in den druck zur selbstverletzung..
Selbstverletzung… hach ja… das leidige Thema Selbstverletzung…
Meint ihr wirklich das „Du hast es schon so lange ohne geschafft, bitte versau dir das nicht“, mir wirklich hilft, wenn der druck und der entzugsschmerz ins Unermessliche steigen… wisst ihr was dann hilft?
Ein stück Metall mit meinem Feuerzeug heiß machen und es auf meinen arm drücken.. spüren wie sich die haut zusammenzieht… den Geruch der verbrannten Haut riechen… die Brandnarben sehen die sich gebildet haben…
Die Klinge zu nehmen und sie mit etwas Druck über die Haut zu ziehen… spüren wie sie sanft ein paar Schnitte in die Haut zeichnet… das Blut fließen zu sehen… tiefrot und so voller Verzweiflung…
Aber davon möchte niemand etwas wissen… und warum nicht? Warum muss ich mir dann Sätze wie „du bist doch doof!“ oder „ warum denn schon wieder?!“ anhören?
Ich weiß ihr könnt es nicht verstehen.. niemand kann das… und wisst ihr was? Ich verstehe es, verdammt nochmal, auch nicht.. Ich verstehe auch nicht, warum ausgerechnet dieser Weg mein Weg geworden ist, um mit gewissen Dingen umzugehen.. aber ich weiß ganz genau was ihr nicht hören wollt… Nämlich das ich es gerne gemacht habe… die ganzen 5 Jahre in denen die Klinge und das Feuer meine, mehr oder weniger regelmäßigen, Begleiter waren… sie waren mir gute Begleiter… und ich hatte sie gerne an meiner Seite… und es ging mir danach immer nur schlecht weil ich eure und die Stimmen aller anderen Menschen im Kopf hatte die mir sagten „du darfst das nicht“, „das ist schädlich“ oder „das ist doch auch keine Lösung, jetzt geht es dir noch schlechter“…
Es ist nicht gesellschaftsfähig sich selbst zu verletzen… mit Narben herum zu laufen und sie offen zu zeigen, wenn sie nicht von einem Unfall oder einer Operation stammen…
Ich weiß, dass die Gefahr besteht immer mehr zu wollen… nicht mehr aufhören zu können… sich wirklich gefährliche Verletzungen zuzufügen… ich weiß das… aber mal angenommen es bleibt in einem Maße, welches nur Narben hinterlässt… kleine feine Narben die mit der Zeit verblassen… oder auch Narben die deutlich spürbar und auch sichtbar sind… Was soll mich dann langfristig schädigen? WAS?!
Und.. hatte ich recht? Ist es das gewesen was ihr nicht hören wollt?
Ihr fragt euch jetzt bestimmt : „Ist sie pro Selbstverletzung?“
Nein… bin ich nicht… und jedem der darüber nachdenkt, es aber noch nicht oder nur 1mal getan hat, dem sage ich: „Lass es! Halt dich fern von diesem Teufelskreis! Noch ist es nicht zu spät!“ Aber lasst mir doch bitte einfach meine Sicherheit… meinen Schutz vor mir und der Außenwelt… meine einzige Möglichkeit die Schmerzen meiner Seele loszuwerden… die Möglichkeit alle Sorgen, Ängste und Schmerzen für einen kurzen Moment los zu sein… bitte nehmt mir das nicht… für alle Außenstehende mag es wie ein Feind wirken, aber es ist mir in all der Zeit ein Freund geworden… ein Freund der als einziger da war wenn es mir wirklich schlecht ging… dem ich es „sagen“ konnte… und der mir es für einen kurzen Moment leichter machen konnte…
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Freitag, 5. August 2016
Vielleicht wird alles gut..
myredtears, 23:28h
Manchmal ist betrunken sein vielleicht doch nicht so schlecht.. Lasst mich das kurz erklären..
Leni ging es sehr schlecht.. sie stand kurz vor einem Burnout.. Auf eine Zeit mit viel Selbstverletzung folgte ein Nervenzusammenbruch.. daraufhin hat sie sich krank schreiben lassen und sich immer mehr zuhause vergraben.. die Stimmung wurde von Tag zu Tag schlechter.. sie hat angefangen ihren Tod zu planen.. die letzten Worte formuliert, von denen sie möchte das diese an ihre Freunde und Bekannte weitergegeben werden.. Worte an die sich die Menschen erinnern sollen.. damit sie Leni genau so in Erinnerung behalten.. und niemals die schönen Zeiten mit ihr vergessen..
Sie hat sich eine Substanz bestellt die sie zu 85% getötet hätte.. Die all ihre Qualen beendet hätte.. sie hat niemandem etwas davon erzählt.. sie wollte einfach nur mit allem abschließen und dieses qualvolle Leben beenden..
Und dann war da dieser Abend..
Eine Feier.. viel Alkohol.. Leni hatte vorher den ganzen Tag nichts gegessen.. es ging so weit das Leni am Ende weinend in der Notaufnahme lag.. mit dem Kopf auf dem Schoß ihrer besten Freundin..
Und betrunken wie sie war, erzählte sie ihrer besten Freundin von den Todesträumen..
Ein paar Tage zuvor hatte Leni sich schon eine Einweisung für eine Psychiatrie geben lassen.. für den Notfall..
Drei Tage nach der Feier und dem Erlebnis in der Notaufnahme, standen Lenis beste Freundinnen vor ihrer Tür und sagten ihr sie solle das Nötigste zusammen packen.. "wofür?! Was passiert hier?! "
"Wir fahren dich in eine Klinik! Du brauchst Hilfe"
Und da ist sie nun.. seit schon etwas mehr als 5 Wochen..
Sie war anfangs 5 Tage in der geschlossenen Station.. um erstmal stabiler zu werden.. dann wurde sie verlegt.. nun ist sie schon eine Weile auf der offenen Station.. es geht ihr soweit ganz gut..
Nächste Woche soll sie entlassen werden.. das macht ihr große Angst.. sie hat schreckliche Angst und weiß noch nicht damit umzugehen..
Aber es muss weitergehen..
Sie wird in eine Tagesklinik gehen, sobald sie einen Platz bekommt..
Jetzt muss es gut werden..
... oder enden...
Leni ging es sehr schlecht.. sie stand kurz vor einem Burnout.. Auf eine Zeit mit viel Selbstverletzung folgte ein Nervenzusammenbruch.. daraufhin hat sie sich krank schreiben lassen und sich immer mehr zuhause vergraben.. die Stimmung wurde von Tag zu Tag schlechter.. sie hat angefangen ihren Tod zu planen.. die letzten Worte formuliert, von denen sie möchte das diese an ihre Freunde und Bekannte weitergegeben werden.. Worte an die sich die Menschen erinnern sollen.. damit sie Leni genau so in Erinnerung behalten.. und niemals die schönen Zeiten mit ihr vergessen..
Sie hat sich eine Substanz bestellt die sie zu 85% getötet hätte.. Die all ihre Qualen beendet hätte.. sie hat niemandem etwas davon erzählt.. sie wollte einfach nur mit allem abschließen und dieses qualvolle Leben beenden..
Und dann war da dieser Abend..
Eine Feier.. viel Alkohol.. Leni hatte vorher den ganzen Tag nichts gegessen.. es ging so weit das Leni am Ende weinend in der Notaufnahme lag.. mit dem Kopf auf dem Schoß ihrer besten Freundin..
Und betrunken wie sie war, erzählte sie ihrer besten Freundin von den Todesträumen..
Ein paar Tage zuvor hatte Leni sich schon eine Einweisung für eine Psychiatrie geben lassen.. für den Notfall..
Drei Tage nach der Feier und dem Erlebnis in der Notaufnahme, standen Lenis beste Freundinnen vor ihrer Tür und sagten ihr sie solle das Nötigste zusammen packen.. "wofür?! Was passiert hier?! "
"Wir fahren dich in eine Klinik! Du brauchst Hilfe"
Und da ist sie nun.. seit schon etwas mehr als 5 Wochen..
Sie war anfangs 5 Tage in der geschlossenen Station.. um erstmal stabiler zu werden.. dann wurde sie verlegt.. nun ist sie schon eine Weile auf der offenen Station.. es geht ihr soweit ganz gut..
Nächste Woche soll sie entlassen werden.. das macht ihr große Angst.. sie hat schreckliche Angst und weiß noch nicht damit umzugehen..
Aber es muss weitergehen..
Sie wird in eine Tagesklinik gehen, sobald sie einen Platz bekommt..
Jetzt muss es gut werden..
... oder enden...
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Sonntag, 8. November 2015
Versager!!
myredtears, 17:50h
Leni hat es wieder getan.. die Entzugsschmerzen in ihrem Arm waren unerträglich.. das Verlangen sich weh zu tun und die Depressionen so riesig.. da hat sie nachgegeben.. Leni hat es einfach nicht mehr ausgehalten.. sie hat ihre Klinge gesucht.. als sie ihre Klinge gefunden hat, geht sie wie ferngesteuert ins Bad.. setzt sich auf die kalten Fliesen, lehnt sich an die Badewanne und zieht den Ärmel ihrer Jacke hoch bis zu ihrer Schulter..
Sie setzt die Klinge an und zieht.. wieder und wieder zieht sie die Klinge über ihre Haut.. doch das reicht nicht..während sie die Klinge weiter über ihren Arm zieht, übt sie ein bisschen mehr Druck auf die Klinge aus.. es fängt sofort an zu bluten.. so ist es gut..
Irgendwann ist sie an ihrer Schulter angelangt... sie blickt ihren Arm herunter.. sieht wie ihr Blut den Arm herunter fließt..
Vorsichtig wäscht sie das Blut, unter fließendem Wasser, ab..
Ihr Arm pulsiert.. er wird warm..
Leni geht es gut.. es ist als würde alles von ihr abfallen.. es ist wie ein Rausch.. ein Höhenflug.. es geht ihr einfach nur gut..
Vorsichtig streicht sie über die offenden Wunden..
Dann holt sie Verbandszeug und wickelt ihren Arm notdürftig damit ein..
Als sie in ihrem Bett liegt wird ihr erst klar, was sie da gerade getan hat.. was sie gerade alles aufs Spiel gesetzt hat.. fast 1 Jahr ohne größere Zwischenfälle.. sie hatte es im Griff.. und nun das.. "VERSAGER!!" hallt es durch ihren Kopf..
Jetzt bloß keine Panikattacke bekommen.. ruhig atmen.. alles wird gut.. irgendwann wird alles gut sein..
Das schlimme ist nicht das Gefühl versagt zu haben, weil sie sich wieder geritzt hat.. das schlimme ist, dass das Verlangen nach dem Schmerz, sobald die Wunden heilen, noch viel größer ist als vorher.. doch sie muss es in den Griff bekommen.. sie muss das schaffen.. sonst kommt sie nie wieder aus diesem verdammten Teufelskreis heraus..
Sie setzt die Klinge an und zieht.. wieder und wieder zieht sie die Klinge über ihre Haut.. doch das reicht nicht..während sie die Klinge weiter über ihren Arm zieht, übt sie ein bisschen mehr Druck auf die Klinge aus.. es fängt sofort an zu bluten.. so ist es gut..
Irgendwann ist sie an ihrer Schulter angelangt... sie blickt ihren Arm herunter.. sieht wie ihr Blut den Arm herunter fließt..
Vorsichtig wäscht sie das Blut, unter fließendem Wasser, ab..
Ihr Arm pulsiert.. er wird warm..
Leni geht es gut.. es ist als würde alles von ihr abfallen.. es ist wie ein Rausch.. ein Höhenflug.. es geht ihr einfach nur gut..
Vorsichtig streicht sie über die offenden Wunden..
Dann holt sie Verbandszeug und wickelt ihren Arm notdürftig damit ein..
Als sie in ihrem Bett liegt wird ihr erst klar, was sie da gerade getan hat.. was sie gerade alles aufs Spiel gesetzt hat.. fast 1 Jahr ohne größere Zwischenfälle.. sie hatte es im Griff.. und nun das.. "VERSAGER!!" hallt es durch ihren Kopf..
Jetzt bloß keine Panikattacke bekommen.. ruhig atmen.. alles wird gut.. irgendwann wird alles gut sein..
Das schlimme ist nicht das Gefühl versagt zu haben, weil sie sich wieder geritzt hat.. das schlimme ist, dass das Verlangen nach dem Schmerz, sobald die Wunden heilen, noch viel größer ist als vorher.. doch sie muss es in den Griff bekommen.. sie muss das schaffen.. sonst kommt sie nie wieder aus diesem verdammten Teufelskreis heraus..
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